Zu seltenen Gelegenheiten wird der Skulpturengarten nachts geöffnet und man kann die Plastiken in farbiger Beleuchtung bestaunen.

"Traut euren Augen, dort kommen sie", hat der Künstler diese Skulptur genannt, einen großen amorphen Sandstein. Ob er uns meint? Keine Sorge, wir beißen nicht, wir kucken bloß.

Der Baum, der so schön angestrahlt wird, ist tagsüber auch Kunstwerk von Beruf, was sich dadurch zeigt, daß er bedeutungsschwer mitten im Weg steht. Die Künstlerin nennt dieses Kunstwerk "Der Park" - also, mal sehen, ob ich das verstanden habe: Der "Park" stellt sich dem Parkbesucher in den Weg und reklamiert den Park für sich. Das erinnert mich an einen größenwahnsinnigen König, der gesagt hat: "L'état, ce moi." (Der Staat bin ich.) Vielleicht sollte die Künstlerin nochmal darüber nachdenken, denn wenn der Park nur für den Park da wäre, dann gäbe es ihn gar nicht. Aber egal.

Wir nehmen das heute nicht so genau, sieht doch alles sehr schön aus. In einem kleinen Café stärken wir uns mit einem Kölsch ...

... bevor wir uns wieder dem Ausgang nähern: So ein Spaziergang im Dunkeln macht wirklich Spaß, allerdings gehen wir das nächste Mal im Sommer, im November ist es schon empfindlich kalt.