Wie angenehm der Weg hinunter vom Petersberg (jedem, der mir schwer atmend entgegenkam, streckte ich innerlich die Zunge aus: Ätsch, ich war schon oben).

Immer dem blauen Zeichen nach führt der Weg über die Mondwiese, kurz darauf - wieder bergauf, den Geißberg hinauf. Täusche ich mich, oder grinsen die entgegenkommenden Wanderer unverschämt?

Die Mühe hat sich gelohnt: Ein schöner Blick ins Rheintal ...

und auf den Drachenfels, wo einst der Drache gewohnt haben soll, den Siegfried aus der Nibelungensage getötet hat.

Genug gestaunt - der Magen gähnt, der ausgezehrte Körper schreit nach Kalorien - wo, bitte, ist die nächste Gaststätte? 800 Meter nur, bergab zum Milchhäuschen, das so heißt, weil von hier aus früher die Versorgung der umliegenden Güter mit Milchprodukten geregelt wurde.

Heute ist es eine Gaststätte mit großer Terrasse mitten im Wald, man kann hier auch Räume und Rasenflächen für größere Feiern mieten.

Wie man sieht, beherrscht der Koch nicht nur die rheinische Küche, sondern ist auch bewandert in der Zubereitung internationaler Spezialitäten. Mir hat's geschmeckt.
Nun noch ein halbstünstiger Fußmarsch bergab nach Königswinter - der Zug scheint auf uns gewartet zu haben - adios, Siebengebirge. Insgesamt ein gelungener 1. Mai, auch wenn mich der Muskelkater, dieses Monstrum, noch nach drei Tagen plagt.