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  • Urlaub Hermannsweg: 3. Etappe - Bad Iburg

    Da hat doch auf den Grünstreifen, wo der Anwohner das Gras für seine Kaninchen schneidet, ein Hund hingekackt. Flugs wird ein Schild aufgestellt (rechts unten). Am nächsten Tag wundert sich der Hund, wieso auf seinem Klo so ein komisches Schild steht, macht sein Geschäft zwei Meter weiter - und stellt seinerseits ein Schild auf mit einer harmlosen Frage (rechts oben). Der Anwohner schäumt und antwortet gepfeffert (in blau). Der Hund geht noch zwei Meter weiter ... usw. Wir wissen nicht, wie viele Schilder noch folgen, denn: Wir müssen weiter.

    Hügel auf, Hügel ab, Hügel auf, Hügel ab ... anstrengend, da muß man aufpassen, daß man den Halt nicht verliert vor lauter Schwäche. Oft hört man in dieser Gegend übrigens Holländisch, auch Beschriftungen sind häufig in dieser Sprache. Offenbar sind unsere Flachlandnachbarn gern hier, im Teutoburger Wald.

    Ein Stück unseres Weges säumt riesige Tagebauareale, hier wird Kalkstein abgebaut.

    Aber meistens sieht es so aus. Wir haben Glück - es ist trocken und nicht zu heiß, genau das richtige Wanderwetter.

    Bei aller Natur brauchen wir auf Kultur nicht zu verzichten: Urban Rural knitting.

    So oft ich dieses Foto ansehe, frage ich mich, welcher Buchstabe oder Buchstabengruppe in dem Wort "Schaun's" fehlt - Schaunes? Schaunts? Schaunschs? Habt ihr eine Idee? Malepartus, der Name bedeutet in Tierfabeln einen Fuchsbau. Die "Jausenstation'" bezeichnet sich als die nördlichste Almhütte Deutschlands, tatsächlich gibt es Bier in Maßkrügen, Hax'n und mittelmäßigen Apfelkuchen.

    Anhäger mieten kann man hier auch, so scheint es.


    Foto c Die Störchin

    Hurra, das nächste Etappenziel ist erreicht - Bad Iburg in Niedersachsen, wieder so eine Kleinstadt, die sich durch Eingemeindungen nach allen Seiten ausdehnt. Der Stadtkern um die Burg herum ist hübsch, auch wenn man schnell merkt, daß die Stadt schon bessere Zeiten gesehen hat, in den beiden Hauptgeschäftsstraßen habe ich vier leerstehende Ladenlokale gesehen.

    Wahrscheinlich ein Schicksal, daß Bad Iburg mit vielen Kurstädten teilt. Es gibt noch eine Rehabilitationsklinik sowie ein Sanatorium für psychisch Kranke, ich vermute, in privater Hand - und weit angelegte Parks, wirklich nett. Nur in einem hat Bad Iburg wirklich Pech: So wie sich andere Städte in eine Flußschleife schmiegen, liegt die Kurstadt in einer Schleife der Bundesstraße 51, die von Bremen weit bis in den Süden an die französische Grenze führt und in diesem Abschnitt parallel zur Autobahn A1 verläuft: Manchmal folgt ein Brummi auf den anderen, und man hat Mühe, über die Straße zu kommen.

    Da wir hier einen Tag Pause machen, können wir uns alle Attraktionen genauer ansehen.

    Das ist die größte Taschenuhr der Welt, sie steht sogar im Guiness-Buch der Rekorde, wie man uns stolz versichert. Aber sollte eine Taschenuhr neben ihres Aussehens nicht mindestens zwei Grundeigenschaften haben, nämlich erstens, daß sie eine Uhr ist, und zweitens, daß sie in eine Tasche paßt? Okay, manchmal bin ich ein Spielverderber, ich meine ja nur ...

    Das Uhrenmuseum mit über 800 Uhren ist sehr liebevoll getaltet. Hier gibt es alles ...

    ... von mächtigen Kirchturmuhren ...

    ... bis zu winzigen Uhren in Manschettenknöpfen. Wenn man durch die Räume läuft, hört es sich so an:

    Hier noch ein kleines Kuriosum: Als in den 60ern die ersten Schwarzweißfernsehgeräte auf dem Markt kamen, hatten viele Leute kein Geld für die Anschaffung. Also kaufte man es auf Pump und ließ sich dieses Zeitschaltgerät dazwischen installieren, für 1 Mark konnte man eine zeitlang fernsehen - irgendwann war das Gerät dann abbezahlt. Ich erinne mich: Noch in den 80ern habe ich solche Zeitschaltuhren in England an Heizkörpern gesehen.

    Fortsetzung folgt.

  • Urlaub Hermannsweg: 1. Etappe - Riesenbeck - 2. Etappe - Tecklenburg

    Auf geht's! 156 Kilometer liegen vor uns. Der Weg ist mit einem H bezeichnet - eine gute Karte ist trotzdem unbedingt nötig, denn nicht immer ist die Wegbezeichnung vorhanden oder eindeutig.

    Der Hermannsweg sei einer der schönsten Deutschlands, habe ich gelesen - die erste Etappe geht erstmal weitgehend über flaches Land, das überall sein könnte. Nicht schlecht als Auftakt, schließlich laufen wir nicht jeden Tag bis zu 25 km.

    Das Schild ist alt, wir haben jedenfalls keine Geräte gesehen (muß es nicht heißen: Die Standortaltistin?).

    Könnte auch mal wieder zum Frisör gehen (nein, das ist kein Selfie).

    Wald bei ... äh, Dingenskirchen, wie heißt der Ort noch gleich ...

    ... ah ja, "Nasses Dreieck", hier fließen der Mittellandkanal und der Ems-Dortmund-Kanal zusammen.

    In der Nähe liegt Riesenbeck, Ende der ersten Etappe, über das ich weiter gar nichts sagen kann, außer daß es hier Bewohner gibt, die ihre Strümpfe zum Trocknen rund ums Haus hängen. Merkwürdig.

    Der Barfüßige, der hier im Wald hängt, brauchte nie Strümpfe.

    Die Leute, die hier wohnen oder wandern, müssen lange Arme haben.

    Wir müssen zum "Hockenden Weib" - wir sind gespannt!

    Da ist es - vom Wanderweg aus ist die Form nicht erkennbar, daher müssen wir uns mit der Abbildung begnügen. Vor 135 Millionen Jahren schlug hier die Meeresbrandung an die Felsen.

    Mit Kapuzenjacke und sozialistischem Gruß hockt hier ein anderer - Karl der Große war hier, auf seinem Weg von Goslar nach Aachen, im Jahre 813. Man nannte ihn auch gern den Sachsenschlächter, weil er die Sachsen lieber totschlug, als ihren Glauben zuzulassen, aber davon will man hier nichts wissen.
    Dagegen weiß ich jetzt auch, für wen die Raststätte ist, die die langen Arme erfordert.

    Nachdem wir uns erfolgreich an unheimlichen Waldtieren vorbeigeschlichen haben ...

    ... gelangen wir endlich zum mittelalterlichen Tecklenburg, ein kleines Städtchen auf einem Hügel. Wirklich nett hier.


    Foto c Die Störchin

    Ah! - das haben wir uns verdient. Obwohl die zweite Etappe nur 15 km lang war, sind wir erschöpfter als am Vortag.

    Fortsetzung folgt.

  • Urlaub Hermannsweg: Ankunftstag Rheine

    Rheine, eine Stadt 40 km nördlich von Münster und der Ausgangsort unserer Wanderung auf dem Hermannsweg, müßte eigentlich Emse heißen, denn sie liegt gar nicht am Rhein, sondern an der Ems.

    Sonntagnachmittag in einer typischen Fußgängerzone, viel los ist hier nicht ...

    ... aber es gibt nette Plätze mit Cafés. Eine Kleinstadt, genau richtig für einen Halbtagesbesuch.

    Eine Stimmung zwischen Idyll und Tristesse, wie sie wahrscheinlich vielen Kleinstädten zueigen ist, das hat der Bildhauer dieser Brunnenskulptur schon ganz richtig erkannt.

    Rheine hat allerdings mehr zu bieten als eine Fußgängerzone: Man muß ein bißchen entlang der Ems laufen, vorbei an rätselhaften Kunstwerken ...

    ... zur Saline "Gottesgabe", wo bis 1952 Salz gewonnen wurde. Seitdem hat man den "Salinenpark" angelegt, der auch ein Museum beherbergt, wo man die Techniken der Salzgewinnung kennenlernen kann. Oben sieht man ein sogenanntes Gradierungswerk:

    Das salzhaltige Wasser wird oben über das dicht aufgeschichtete Astwerk geleitet. Durch Wind und Sonne verdunstet ein Teil des Wassers, so daß das restliche Wasser, das unten wieder aufgefangen wird, einen viel größeren Salzanteil hat. Das wiederum hat zur Folge, daß man in der Salzsiederei mit gleicher Energie eine viel größere Ausbeute erzielt. Geschickt!

    Gleich neben der Saline befindet sich ein großer Zoo - eigentlich finde ich Zoos doof, eingesperrte Tiere, die einen strengen Geruch verbreiten, das ist nicht mein Fall, selbst wenn frisch frisierte Punkervögel um Aufmerksamkeit bitten. Dieser Zoo hat jedoch eine besondere Attraktion:

    Störche2

    150 Störche, so viele haben wir noch nie auf einmal gesehen. Das Gif zeigt eine Fütterung, eine Zoomitarbeiterin hat gerade zwei Eimer mit männlichen Kükenleichen aus einem nahen Legebetrieb auf den Rasen geschüttet.

    Viel Grün um Rheine, wenn man seine Ruhe haben will, kann man hier wahrscheinlich gut Urlaub machen, man muß nur aufpassen, daß man nicht von den zahlreichen älteren Herrschaften mit ihren angemieteten E-Bikes über den Haufen gefahren wird.

    Fortsetzung folgt.

  • Urlaub, Ausflug nach Münster

    So, es ist wieder soweit, alle Urlaubsfotos sind abgespeichert und gesichtet, und ihr müßt sie nun alle ansehen. Keine Angst, da ich blöderweise das falsche Ladegerät eingepackt hatte und mir unterwegs ein neues übers Internet bestellen mußte, sind es nicht viele Fotos geworden, nur 1.200, die schafft ihr an einem Nachmittag.

    Weil sie in der Nähe unserer Wanderungsstartstadt liegt, besuchten wir für einen Tag die schöne Stadt Münster, deren größte Kirche nicht Münster heißt (wie z.B. in Ulm und Freiburg), sondern Dom. Die Empfangsdame in unserem Hotel schickte uns sofort zum Wochenmarkt, das müsse man gesehen haben. Ja, stimmt, ganz nett ...

    ... aber der Platz ist auch ohne Stände imposant.

    Am Rand des Marktes gibt es ein großes Café, in dem man auch Eis essen kann.

    Die beiden Türme sind romanische Architektur, das Langhaus dagegen ist gotisch, was man wegen der breiten Wuchtigkeit erst auf dem zweiten Blick sieht - der gotische Kölner Dom sieht anders aus.

    Früher war im Westwerk ein großes gotisches Portal, das der 2. WK zerstörte. Die Kirche wurde in der Nachkriegszeit weitgehend originalgetreu wieder aufgebaut, nur hier sträubte sich der damalige Bischof Keller, den Wünschen der Denkmalpfleger und der Münsteraner Bürger entgegenzukommen. Die Bürger rächten sich, indem sie die 16 kleinen Fenster verächtlich "Kellerfenster", "Wählscheibe Gottes" und "Seelenbrause" nannten.

    Einen Kreuzgang gibt es auch, laut Wikipedia einer der wichtigsten Aufenthaltsräume eines Klosters. Hier trafen sich die Mönche, um ein kleines Schwätzchen zu halten oder beim Kartenspiel ein kühles Bier zu trinken - stelle ich mir vor.

    In der Innenstadt wimmelt es von Kirchen, man kann kaum um eine Ecke gehen, ohne schon wieder eine neue zu entdecken. Dieses Foto zeige ich aber aus einem anderen Grund: Münster ist genau wie Köln im 2. WK von den Engländern fast komplett zerstört worden, sodaß man hinterher vor der Frage stand, ob man der Stadt das alte Gesicht wiedergeben oder radikal neu bauen sollte. Auf den ersten Blick ist die Mischung aus Restaurierung und Neubauten einigermaßen gelungen, man fühlt sich wohl, wenn man durch die Straßen läuft. In Köln hat man leider viel zu viel dem Autoverkehr und anderen kommerziellen Interessen geopfert.

    Sehr schön (und sehr touristisch natürlich) die historischen Kaufmannshäuser am Prinzipalmarkt ...

    ... mit ihren mächtigen Arkadengängen ...

    ... in denen man sich wunderbar unterstellen kann, wenn ein Wolkenbruch vom Himmel kommt.

    Souvenier gefällig? Das Geschäft war schon geschlossen, sonst hätte ich mir vielleicht eine Klingel gekauft aus der Fahrradstadt Münster. So viele Fahrradfahrer haben wir allerdings gar nicht gesehen - vielleicht liegt es an den Semesterferien, 17% (=ca. 50.000) der Einwohner sind Studenten, die z.Z. im Straßenbild fehlen.

    Apropos Studenten: Dieses herrschaftliche Schloß aus dem 18. Jahrhundert beherbergt heute die Universität. Gut, daraus zu schließen, man sei geadelt durch ein Studium an diesem Ort, ist wahrscheinlich übertrieben. Aber immerhin eine schöne "Location" zum AbhängenLernen.
    Für den von Kyrill stark gebeutelten Schloßpark kann man übrigens auch Bäume spenden, 350 Euro bezahlt man hier für eine Steinstele, die am Fuß des Baums eingelassen wird. Ihr erinnert euch: Die gierige Kölner Verwaltung verlangt 600 Euro für eine Plakette für drei Jahre!

    Fortsetzung folgt.

  • Unter Fettenhennen

    Und was ist an diesem Foto interessant? Der Zettel, der an dem Schaukasten klebt:

    Was soll das bloß bedeuten? Hier hatten wir schon mal ein Exemplar.

  • Verkehrskonzept

    Ach, wie nett: Wir Urlaubsheimkehrer werden mit einem kleinen Musikfestival begrüßt. Allerdings hat man noch 335.000 Gäste von außerhalb dazu eingeladen, die sich aber hauptsächlich auf der "Gamescom", der weltweit größten Computerspielmesse, aufhalten. Oder irgendwo sonst in der Stadt verloren gehen:

    Köln hat seit ein paar Monaten einen Baustellenkoordinator. Ich weiß nicht, ob er schon dafür verantwortlich ist, aber wenn, dann hat er ganze Arbeit geleistet. Von den insgesamt 40 Straßenbaustellen, die am letzten Wochenende für eine Verkehrsberuhigung sorgten, waren die wichtigsten direkt in der City. Wenn die Besucher der "Gamescom" mit dem Auto zum Musikfest wollten, mußten sie über die Deutzer Brücke, die vorsorglich schon mal einspurig verengt wurde.

    Ca. 1 Kilometer vor dem Ziel wurde die Straße dann komplett gesperrt und der Verkehr in große Staus nach links abgeleitet - der Anfang einer umfangreichen Stadtrundfahrt, die von den jeweiligen Navigationsgeräten vermutlich mit der Aufforderung "Wenden bei der nächsten Gelegenheit" begleitet wurde.

    Da man diese Dienstleistung den Benutzern der öffentlichen Nahverkehrs natürlich nicht vorenthalten wollte, sperrte man auf der gleichen Strecke die Straßenbahngleise, für eine Station sollten die Reisenden auf den sogenannnten Schienenersatzverkehr umsteigen - Ortsunkundige, die nur "Aussteigen" mitbekamen, landeten dann auf dem Kölner Altstadtfest (=Weihnachtsmarkt ohne Weihnachtsartikel) statt auf dem Musikfestival. Es gibt Leute, die behaupten, daß sei auch so beabsichtigt gewesen, schunkeln statt rocken, aber das ist nur eine böse Unterstellung. Jedenfalls: Tausende Leute irrten durch Köln, suchten ihre Wege und lernten so die Stadt und ihre Geschäfte kennen. Ein voller Erfolg vom Amt für Tourismus.

  • Hohenstaufenring

    In Köln gibt es ein neues Bettengeschäft namens "Auping". Johannes Auping gründete die Firma in den Niederlanden im Jahr 1888. Der Kölner aber, der das nicht weiß, verbindet mit dem Namen andere Assoziationen: "Au!" ist ein Schmerzlaut, und "Ping" ist das kölsche Wort für - Schmerz (z.B. Röggeping=Rückenschmerz). Das ist natürlich Quatsch, der Name sagt gar nichts aus über die Qualität der Betten, reinster Aberglaube. Aber - ähh ... trotzdem kann mir keiner verbieten, daß ich erst woanders gucke ...

    Liebe Leute, ab morgen schlafe ich für zwei Wochen jede Nacht auf einer anderen Matratze (Wanderurlaub), ich hoffe, Au! und Ping bleiben mir erspart. Bis bald!

  • 1000 Bäume

    Köln hat nichts als Schulden: Die Kindergärten, die maroden Schulen, die defizitären Schwimmbäder, die Subventionen für Industrie und Handel, das ständige Aufreißen und wieder Zuschütten der Straßen, die vorhersehbare aber offenbar unvermeidliche Verdreifachung der Kosten beim Bau öffentlicher Gebäude, der Schampus, der dann bei den feierlichen Eröffnungen getrunken wird - das kostet alles, wer soll das alles zahlen? Doch nicht die großen Firmen mit ihren Riesengewinnen, die könnten zwar, aber die wandern eher ab, wenn man sie zwingen will. Also müssen neue Ideen her: Der Bürger kann sich z.B. an der Aufstellung von Bäumen beteiligen: Er bezahlt 600 Euro, dafür darf er sich aussuchen, an welcher Baumstütze eine Plakette mit seinem Namen angebracht wird. Der Spender darf diesen Baum dann als "seinen" betrachten - jedenfalls für drei Jahre, dann verschwinden die Baumstützen wieder, und mit ihnen auch die Plaketten. Daß die Bürger die Bäume mit ihren Steuern sowieso schon bezahlt haben - jaha, schön und gut, aber dafür trägt keine Baumstütze ihre Namen!
    Falls das Modell erfolgreich ist, überlegt die Stadt schon mal, wie man den Bürger noch mehr ausnehmen beteiligen kann, nicht jeder hat ja gleich 600 Euro zur Verfügung: Ein Schlagloch im Straßenbelag könnte man für 30 Euro anbieten, ein Urinal mit Messingplakette für 200, und für 1000 Euro ist der Oberbürgermeister bereit, eine Woche lang ein Namensschild mit dem Namen des Spenders zu tragen - so günstig hat man noch nie einen Politiker gekauft.
    Und wenn für jede abstruse Idee, die im Rathaus gedacht wird, nur 1 Euro eingezogen wird von dem Rats- oder Verwaltungsmitglied, das sie gedacht hat, ist Köln bald schuldenfrei.

  • Neulich auf dem Bahnsteig


    Foto (c) Die Störchin

    Dienstleistungsoffensive der Deutschen Bahn, umfassend werden alle Gäste informiert. Aber wieso sitzen dann noch so viele Leute in dem Zug? Ist doch klar - man muß erst aussteigen, um lesen zu können, daß man aussteigen soll.
    Und wenn sie nicht gestorben sind, sitzen sie da noch heute ...

  • Hans-Böckler-Platz

    Nach dem Kino noch Lust auf ein Bier und ein paar Fritten? Dann ist man hier genau richtig, im "Maria Eetcafe". Wie der Name schon verrät, ist es ein holländisch-belgisches Spezialitätenrestaurant - also eine Kneipe mit Speiseangebot. Die Fritten sind handgeschnitzt - mit Pelle und doppelt frittiert, weich, mit einer leicht bitteren Note, das muß man natürlich mögen. Man kann zwischen 17 Soßen wählen, von einfachem Ketchup über diverse Mayonnaisevariationen und Erdnußsoße bis zu einer Cocktailsoße mit Whiskey ist alles dabei. Natürlich gibt es auch Frikandel (Fleischrolle), Kipcorn (Geflügelrolle), Loempia (Frühlingsrolle) und was man sonst noch so frittieren kann.

    Auch das Bierangebot ist groß, beim Lesen der Karte drängt sich allerdings der Gedanke auf: Die spinnen, die Belgier! Bier mit 8,5% oder 10% Alkohol, okay, das trinkt man halt wie Wein. Aber Kirschbier? Bier mit süßem Pfirsicharoma? Brrr! - mich schüttelt's bei der bloßen Vorstellung. Zum Glück gibt es auch Hoegaarden (sprich Huucharden, das ch wie bei ach) vom Faß, eine Art Weißbier, oder lecker Grolsch (Chrolsch) aus der Flasche.

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