szmmctag

  • Auf Melaten

    Welch prüder Geist hat das Blatt da hingelegt? Ich war's nicht, es war der Wind, der Wind, das himmlische Kind. Gesehen auf dem Melaten-Friedhof.
    Die Figur ist übrigens der Pietà von Michelangelo nachempfunden.

  • Köln im (Un-)Glück

    Was für ein herrliches Wochenende das war. Ob nun hier im Stadtpark ...

    ... oder im August-Sander-Park (der erst seit kurzem so heißt), überall konnte man entspannt die angenehme Sonne genießen und in einem der nahen Cafés bei Kaffee und Kuchen in der Zeitung lesen, wie grauslig es in der Welt zugeht.

    Neulich wurde von einem Glücksatlas berichtet, in Auftrag gegeben von der Deutschen Post: Von 13 deutschen Großstädten belegt Köln den 12. Platz! In fast allen anderen Städten also haben die Bewohner eine höhere Gesamtzufriedenheit als hier. Und woran liegt das? Vielleicht daran, daß miesepetrige Zugezogene sich ständig überlegen, wie sie sich in ihren Blogeinträgen über Verwaltungs(fehl)entsscheidungen und irrsinnige Geldverschwendung mokieren können - während sie in den schönen Parks der Stadt spazieren gehen? Kein Wunder, daß das die Stimmung trübt.

    Oder es liegt daran, daß die Paketzusteller der Deutschen Post hier besonders oft gar nicht erst klingeln, wenn sie ein Paket ausliefern sollen, sondern gleich die Benachrichtigung an die Haustür kleben. Eigentlich ist es Quatsch, daß sie die Pakete überhaupt bei sich haben, und die Benachrichtigung könnte auch als Email abgesetzt werden: "Leider haben wir Sie heute nicht angetroffen. Bitte holen Sie das Paket morgen zwischen 13.50 und 15.40 Uhr bei der Paketzentrale am entgegengesetzten Stadtrand ab." Obwohl, das ist ungerecht. UPS und wie die alle heißen, sind teilweise noch schlimmer: Als ich einmal bei der Hotmail eines solchen Paketzustellers anrief, um zu erfahren, wo ich das Paket denn nun abholen könne, da nur und ausschließlich während meiner häuslichen Abwesenheit ausgeliefert wurde ("Samstags? Arbeiten wir nicht!" - im Tonfall schwang der Satz mit: "Das wäre ja wohl noch schöner!!"): Sie konnte es mir nicht sagen, sie wußte es einfach nicht.

    "Die Kölner verfügen über ein besonderes Zusammengehörigkeitsgefühl, das jedoch für die Gesamtzufriedenheit der Einwohner eine eher nachrangige Rolle spielt", heißt es in dem Glücksatlas. Mit Zusammengehörigkeitsgefühl kann ich leider auch nicht dienen, mir ist sowas grundsätzlich eher fremd, da bin ich froh, daß das das Gesamtergebnis nicht so sehr beeinflußt.
    Rasend wie ein tollwütiges Eichhörnchen kann den Urkölner allerdings machen, daß eine Stadt in dem Glücksgefühlranking auf dem 2. Platz ist: Düsseldorf!! Das kann nicht sein, das sagen die doch nur, um Köln zu ärgern. Und schon ist die Stimmung gleich wieder um ein paar Grad gefallen, was sich negativ aufs nächste Ranking auswirken wird. Tja, da kommen wir jetzt nicht mehr heraus.

  • Ausflug zum Drachenfels (2)

    Hier ist er, der Drache, der dem Ort seinen Namen gegeben hat. Es soll der sein, der in der Nibelungensage von Siegfried erlegt wurde. Genau erklärt wird das in diesem Kasten:
    "... un dä kütt dä Drache ..." usw., viel habe ich nicht verstanden, die Kinder wollten mich nicht nach vorn lassen.

    Die Burg Drachenfels wurde bereits 1634 während des 30jährigen Kriegs geschleift, die Wände der Ruine stehen also bereits seit 380 Jahren - das nenn ich Baukunst.

    Anders dieses Gebäude, das im Volkmund auch "Neuschwanstein vom Rhein" genannt wird: Schloß Drachenfels wurde erst 1882 auf halber Höhe des Berges gebaut und kann von Glück sagen, daß es noch steht. Der Bauherr war Baron Stephan von Sarter, ein reich gewordener Börsenspekulant, der seinen Adelstitel aufgrund seines Reichtums bekommen hatte. Wenn man in eine höhere Liga aufsteigt, möchte man natürlich auch die entsprechenden Insignien vorweisen können, warum also nicht ein Schloß, in dem er mit seiner Jugendliebe wohnen wollte. Die verstarb leider vor Fertigstellung, sodaß er nie einzog. Die späteren Besitzer richteten ein Museum und ein Restaurant ein, in den 30er Jahren bezog ein katholisches Jugendheim das Gebäude. Dann übernahmen die Nazis, um Führungsnachwuchs heranzuziehen, bis die Amerikaner es besetzten, um ein Oberkommando einzurichten - als sie wieder gingen, nahmen sie mit, was nicht niet- und nagelfest war.

    Anschließend, bis 1960, wurde hier die "Pädagogische Reichsbahnzentralschule" eingesetzt, dann ließ der Eigentümer das Schloß verkommen - ratet mal, wer das war: Das Land Nordrhein Westfalen. Im Jahr 1971 erbarmte sich ein Unternehmer und kaufte es für 500.000 DM - Auftritt Paul Spinat!

    Wer denn kleinen Film gesehen hat, weiß nun auch, woher die goldenen Hirsche kommen. Paul Spinat gab gern Orgelkonzerte in seinem Schloß, selbst seine Frau hielt ihn für einen Meister des Instruments - bis man ihr zeigte, daß die Orgel eine Attrappe war und die Musik von einem versteckten Tonband kam. Ende der 80er Jahre war Paul Spinat finanziell so klamm, daß er das Schloß an das Land zurück verkaufte, für 8 Millionen DM! Offenbar hat es im NRW-Landtag schon immer gute Betriebswirtschaftler gegeben. Als Spinat 1989 starb, ließ das Land das Schloß erstmal wieder zwei Jahre lang vor sich hingammeln und entschloß sich dann 1991 für eine Sanierung, die 20 Jahre dauern sollte. Na bravo! - das ist nicht zuviel für ein Gebäude, das ursprünglich in drei Jahren errichtet wurde, wenn der Sanierer eine öffentliche Behörde ist.

    Seit 2011 kann nun auch das gemeine Volk das Schloß besichtigen, allerdings soll man nochmal 6 Euro Eintritt zahlen - für etwas, das uns als Steuerzahler sowieso schon gehört. Ich bin nicht geizig, aber das ärgert mich so, daß ich noch nicht drin war.

    Direkt vorm Eingang zum Schloßpark befindet sich die Zwischenstation der Zahnradbahn, aber wir laufen lieber zurück, etwas abseits der Touristenströme, durch den Wald über den Nachtigallenweg ...

    ... direkt zum Bahnhof von Königswinter, der übrigens an Trostlosigkeit kaum zu überbieten ist. Ich war noch nie in der Stadt selbst, der Bahnhof ist wahrlich keine Einladung.

  • Ausflug zum Drachenfels (1)

    Die "Petersberger Zahnradbahn" gibt es gar nicht mehr, wer heute auf den Petersberg will, um das "Grand Hotel" zu besuchen, hat ein Auto oder ist Wanderer.

    Aber Deutschlands älteste Zahnradbahn, die ebenfalls vom Rheinstädtchen Königswinter auf den Drachenfels fährt, die gibt es noch. Natürlich kann man auch hochlaufen oder einen Esel mieten. Angeblich ist der Drachenfels der meistbestiegene Berg Deutschlands, ach, was sag ich - Europas! - oder der ganzen Welt? Gut, genaue Zahlen gibt es nicht, und man nimmt an, daß die Schätzung aufgrund der Personen zustandekommt, die von oben nach unten geguckt haben; wie sie die ca. 321 Meter allerdings hochgekommen sind, will man gar nicht so genau wissen.

    Bereits um 1800 wurde das Rheintal durch englische Romantiker wie Lord Byron entdeckt und besungen, worauf sich eine stetig wachsende Tourismusindustrie entwickelte. In der Nachkriegszeit war es angeblich für jede Kölner Familie ein Muß, wenigstens einmal jährlich mit dem Ausflugsschiff nach Königswinter zu fahren, um auf dem Drachenfels mitgebrachten Kartoffelsalat und Bockwurst zu verzehren (so weit ist es gar nicht, man kann sogar den Dom sehen, wenn man genau hinsieht). Da muß viel los gewesen sein, selbst am Fuße des Berges gab es eine Vielzahl von Weinstuben und anderen Vergnügungsstätten.


    Foto von Wolkenkratzer

    In den 70ern ging die weinselige und lukrative Volksbelustigung zu Ende, die Leute hatten anderes zu tun. Da man das nicht wahrhaben wollte, spendierte das Land NRW ein neues Ausflugslokal in einem Architekturstil, den man sinnigerweise "Brutalismus" nennt.


    Foto von Claus Moser, CC-Lizenz

    Wenn Einheimische in der Folge vom Monstrum vom Drachenfels redeten, meinten sie nicht den Drachen, sondern eben dieses Gebäude. Es verfiel nach und nach, wie viele Gebäude aus den 70ern und 80ern, die nicht richtig gewartet werden, weil man sparen will - bis es nicht mehr geht und man zwischen den Optionen Abriß oder aufwendiger Sanierung steht. Hier hat man beides gemacht (was kostet die Welt!), 2007 aufwendig und kostenreich saniert, 2011 dann abgerissen.

    Und so sieht es heute aus: An das Gebäude aus den 30er Jahren wurde ein kleiner Glaskubus gesetzt, die Scheußlichkeit aus den 70ern wurde komplett beseitigt, stattdessen ...

    ... gibt es nun Außengastronomie und schön viel freie Fläche.

    Was sich leider im Vergleich zu früher nicht geändert hat, ist die (Minder-)Wertigkeit des Speisenangebots: Der Kuchen sieht sehr nach industrieller Fertigung aus, wer das nicht will, muß Pommes mit Currywurst oder Pommes mit Chicken Nuggets essen. Ein vegetarisches Gericht gibt es auch: Pommes ohne alles. Immerhin ist auch eine Linsensuppe mit Bockwurst im Angebot, die hausgemacht aussieht und schmeckt.

    Die Kinder freut das natürlich - Pizza mit Spaghetti und Pommes belegt wäre wahrscheinlich der Renner.

    Fortsetzung folgt.

  • Schifffahrt

    Samstags und sonntags fahren sie noch ihre einstündigen Panoramafahrten, die Personenschiffe von "Köln Tourist", aber nur, wenn sich mindestens 15 Leute einfinden, erst am 15. Dezember geht es in die Winterpause.

  • Holzmarkt

    Der Philosoph Sokrates wurde (unter anderem) wegen seines angeblich verderblichen Einflusses auf die Jugend zum Tode verurteilt, obwohl er doch in Wirklichkeit Vernunft lehrte. Die Verderber der Jugend von heute mißbraucht sie, indem sie ihre Unvernunft schürt und sie der Lächerlichkeit preisgibt, aus reiner Profitgier. Und statt des Schierlingsbechers bekommen sie auch noch Anerkennung dafür - gerecht ist das nicht. Gerechtigkeit ist nach Sokrates eine Voraussetzung des Seelenheils, das wiederum nur dann erreicht wird, wenn man mit sich im Reinen ist. Wer wegen fortgesetzt ungerechter Handlungen nicht mit sich im Reinen ist, wird - gemäß der sokratischen Lehre - nach seinem Tod wiedergeboren, weil er noch viel zu lernen hat, bevor er zu den Göttern kommen kann, je nach Schwere der Verfehlungen auch als Tier. Welches Tier die Macher solcher Sendungen einmal in einem späteren Leben sein werden, kann man nur mutmaßen, mir fällt kaum ein Tier ein, daß ohne Not so raffgierig ist. Vielleicht ein Virus?

  • Goldene Kammer

    Das sind, man glaubt es kaum, Knochen, menschliche Knochen, die fein in Mosaiken an alle vier Wände genagelt wurden. Die "Goldene Kammer", wie man diesen kleinen Raum nennt, befindet sich in St. Ursula, eine der 12 großen romanischen Kirchen Kölns, nicht weit vom Bahnhof entfernt.

    Zur Heiligen Ursula habe ich schon mal etwas geschrieben, deshalb zitiere ich mich der Einfachheit halber selbst:
    "Die Heilige Ursula von Köln, eine von drei Patronen der Stadt, war der Legende nach eine bretonische Königstochter, die, bevor sie den englischen Königssohn heiraten wollte, eine Pilgerfahrt nach Rom unternahm, erst mit dem Schiff nach Basel, dann weiter mit der Kutsche. Bei der Rückfahrt begleitete sie der Papst, nett, denn dann konnte man unterwegs den Bräutigam treffen, heiraten und schön feiern. Dazu kam es nicht, denn kurz vor Köln wurde die Reisegruppe von den Hunnen festgenommen und ermordet - angeblich wollte der Hunnenführer Ursula heiraten (kann man das glauben?), aber die sträubte sich, also wurde sie mit einem Pfeil erschossen, ebenso wie die 11 Jungfrauen in ihrer Begleitung."

    "Als man bei Köln im 12. Jahrhundert ein Gräberfeld entdeckte mit Knochen von einer unüberschaubaren Menge, wurden aus den 11 Jungfrauen irgendwie 11.000 - in einem Dokument war von "XI.M.V" die Rede, was man mit "11 martyres virgines" (=11 jungfräuliche Märtyrerinnen) oder auch mit "11 milia virgines" (=11 Tausend Jungfrauen) übersetzen kann. Wie man inzwischen weiß, stammen die Knochen aus der Zeit der römischen Colonia, aber für das Geschäft mit den Reliquien war es natürlich viel besser, die Knochen alle als heilig zu deklarieren." (Zitat Ende)

    Nachdem der Papst den schwunghaften Handel mit den Reliquien verboten hatte, dachte man sich in Köln etwas anderes aus: Man verkaufte nun nicht mehr die Knochen, sondern für viel Geld die Reliquiare, also Aufbewahrungsbüsten für Reliquien, und als Zugabe gab es ein paar Knochen "geschenkt". Irgendwann ging das Geschäft wohl zurück, es blieben jedenfalls genug Gebeine übrig, um 1643 als Stiftung eines Politikers die "Goldene Kammer" zu füllen.

    Die Kammer ist nicht ständig geöffnet, aber wenn man Glück hat, erwischt man auch außerhalb der Öffnungszeiten jemanden, der einen kurz hineinläßt. Der Eintritt beträgt ein paar Euro, ob einem allerdings dafür auch Sünden erlassen werden, kann ich nicht garantieren.

  • Wetterbericht

    Der Samstag so warm und sonnig wie im Sommer ...

    ... selbst die Löwen schnurren selig im Blücherpark.

    Am nächsten Tag: Voller Herbst. Kühl, regnerisch, diesig, wie hier am Stadtrand in Köln-Mengenich.

    Auf der Domplatte führt man derweil seine Haustiere spazieren (wieso fällt mir das jetzt ein: Ist Herbstzeit nicht auch Schlachtzeit?).

  • Einheit

    Der "Tag der Deutschen Einheit" müßte eigentlich heißen: Tag des "Beitritts der DDR zum Geltungsbereich des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland", denn das sind die Worte der Präsidentin der Volkskammer der DDR wenige Wochen vorm 3.10.1990.

    Von dem Zeitpunkt an hatten alle ehemaligen DDR-Bürger die gleichen Pflichten wie die "Brüder und Schwestern" aus der BRD, die gleichen Rechte lassen zum Teil heute noch auf sich warten. Als die Mauer weg war, hatte man nicht nur Reisefreiheit (sofern man sie sich leisten konnte), nein, auch in die andere Richtung konnten nun alle Gauner Geschäftsleute in den Osten Deutschlands reisen und den Bewohnern zeigen, mit welchen Tricks man seine Mitmenschen ausnehmen kann.

    Aber das ist ja allgemein bekannt und regt selbst die Betroffenen nicht mehr auf. Möchte noch jemand ein Stück Jubiläumskuchen? Guten Appetit - und viel Spaß beim Kauen.

  • "Vergnügungs"-Steuer

    1 Apfel plus 1 Apfel = 2 mal Apfel's. Oder wie? Gut, man soll ja Äpfel nicht mit irgendwas anderem vergleichen. Und außerdem wollte ich was ganz anderes fragen:

    Gedeiht in einer Stadt, die sich selbst "heilig" nennt, die Sünde besonders gut?

    Im Jahr 2003 ehob die Stadt Köln als erste deutsche Kommune eine sogenannte Sexsteuer, inzwischen sind viele andere Städte nachgezogen: Jede Prostituierte, die in einem geschlossenen Raum arbeitete, mußte pauschal 6 Euro pro Tag bezahlen. Dabei kamen jährlich im Durchschnitt 800.000 Euro zusammen, von denen man einige Flaschen Sekt für Einweihungsparties oder Spritgeld für den Dienstwagen des Oberbürgermeisters bezahlen konnte, eine echte Entlastung also für den gemeinen Kölner Steuerzahler. Zum Jahr 2013 änderte man das Vorgehen: Die Steuer wurde nun nach der Quadratmeteranzahl der tatsächlich genutzten Räume berechnet - wie durch ein Wunder sank die Sündenanfälligkeit der Kölner Bürger und der Gäste rapide, sodaß nur noch Einnahmen von 560.000 Euro zu verzeichnen waren. Da das nicht einmal die katholische Kirche glaubt, hat man nachgedacht in der Verwaltung - das macht man dort wirklich ungern, daher: Alle Hochachtung! - und ist darauf gekommen, daß der Rückgang der Einnahmen vielleicht daran liegen könnte, daß die Angaben über den Gebrauch der Sexzimmer von den Bordellbetreibern selbst kommen. Nun weiß man ja, daß Bordellbetreiber zu den ehrenwertesten Menschen überhaupt gehören, gleichzustellen mit Bischöfen, Pfaffen, Politikern etc., also viel vertrauenswürdiger sind als z.B. ein Gemüsehändler auf einem Wochenmarkt, dessen Quadratmeterbelegung selbstverständlich ausnahmlos kontrolliert wird - aber offensichtlich haben sie größere Rechenschwierigkeiten. Deshalb erleichtert ihnen die Verwaltung nun das Verfahren: Zukünftig soll ein pauschaler Betrag auf fast die gesamte Fläche des Etablissements erhoben werden. Man hat schon mal durchgerechnet: Es werden vermutlich wieder 800.000 Euro zusammenkommen.

    Um auf die Frage am Anfang zurückzukommen: An zweiter Stelle der Einnahmen durch Sexsteuer steht die völlig unheilige Stadt Dortmund mit 530.000 Euro. Da Dortmund nur halb so viele Einwohner hat wie Köln, überflügelt die Stadt, gemessen an einem durchschnittlichen Pro-Kopf-Verbrauch an käuflichem Sex, Köln bei weitem.

    Nun drängt sich allerdings noch eine Frage auf: Machen sich die Stadtverwaltungen, die ja Steuern auf Prostitution erheben, nicht zu Zuhältern? Das kann man ausdrücklich mit nein beantworten: Ein Zuhälter im besten Sinne (sofern man das überhaupt sagen kann) sorgt auch für Schutz für die Prostituierten, sollte ein Freier mal gewaltätig werden oder nicht zahlen wollen. Das macht die Stadt nicht, die kassiert nur.

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